Milde bis moderate passive Ganzkörper-Tiefen-Hyperthermie nach Heckel

Mit Fieber heilen*

 

Was versteht man unter Fieber?

Zentrale Temperatur/Körperkerntemperatur mehr als 38° Celsius
(rektal oder im Ohr/äußeren Gehörgang richtig gemessen.

Einteilung:

  • subfebrile (erhöhte) Temperatur: bis 38° Celsius:
  • mäßiges Fieber: bis 39,0 °C
  • hohes Fieber: über 39,0 °C


Hyperthermiebereiche der Fiebertherapie:

Hyperthermiebereiche

 

In der Natur kommen Fieber größer 40,5° Celsius gewöhnlich nicht oder nur in Ausnahmefällen vor. Der Lymphfluß, sowie die biochemischen Stoffwechselprozesse laufen bis dahin mit einer logarhythmischen Erhöhung pro Zehntel Grad schneller(annähernd jeweils eine Verdopplung) und effektiver ab , so daß z.B. die Krebszellerkennung (durch die am Immunsystem beteiligten Faktoren und Abwehrzellen) deutlich gesteigert wird.

Allgemein heißt das, daß metabolische (=Stoffwechsel) Reaktionen in wesentlich höherem Maße ablaufen.

Schlecht oder nicht durchblutetes Bindegewebe, wie z:B. Knorpel, welches auf Diffussionsvorgänge zur Ernährung und zum Stoffwechselaustausch ("Abfallstoffe") jedoch notwendig sind, um eine möglichst optimale Funktion aufrechtzuerhalten, kann auch dadurch besser versorgt werden.

Aus diesem Grund hat sich die natürlich angelehnte, jedoch willkürlich herbeigeführte Hyperthermie (Fiebertherapie) auch z.B. beim großen Kreis der rheumatischen Krankheiten (im nichtakuten Stadium bei entzündlich rheumatischen Erkrankungen!) gut bewährt und wird in der Onkologie als sehr bewährte (bis jetzt nur als Begleittherapie) und vielen naturheilkundlich bewanderten Kliniken und in wenigen ambulanten Praxen und Versorgungszentren (wie bei mir) spezifisch oder auch universaler traditionell in den Naturheilverfahren angewandt.

Durch oben genante Effekte ist die Fiebertherapie dadurch bei einem großen Krankheitsspektrum, also bei einer Vielzahl von chron. Krankheiten einsetzbar, da sie grundlegend regulativmedizinisch wirkt. Auch bei Prostatakarzinom u.a. Krebsarten leistet sie erfahrungsgemäß gute bis sehr gute Dienste.

Eine Anmerkung für Krebspatienten:
Ein seriöser Behandler sollte dem Patienten niemals "zuviel des Guten" zumuten, so sinnvoll, wertvoll und wirksam die Hyperthermie sonst auch sein mag. Bei geschwächten Patienten im Endstadium muß sehr gut abgewägt werden, ob in so einer Situation eine Hyperthermie dann nicht mehr schadet als nutzt und für den Patienten nur eine Qual darstellt. Außer einer medizinisch nicht notwendigen Behandlung hat man dem Mensch und Patienten evtl. dann nur zusätzlich geschadet oder falsche Hoffnungen gemacht.

Das muß von Fall zu Fall aber geklärt werden.

Bei allen regulativen Verfahren gilt die oberste Prämisse:

Möglichst große und optimale Unterstützung des Körpers für eine Hilfe zur Selbstheilung.
Dabei können selbstverständlich auch Medikamente wie Enzyme u.v.a. zusätzlich optimieren. Das soll an dieser Stelle aber nicht erörtert werden.

Die Häufigkeit der Behandlung geht von ca. 1x alle 2 Wochen, über im Regelfall 1 x wöchentlich, bis stationär 2 bis maximal 3 xl wöchentlich.
Eine Serie besteht meistens aus 5 -12 aufeinanderfolgenden Einzelsitzungen.

Bei bestimmten Erkrankungen oder Spätfolgen, wie z.B. bei einem Patienten mit Chlorgasvergiftung reichten aber auch 2-3 Behandlungen, um nach einer längeren Ausfallperiode durch die Therapie wieder auf die Beine zu kommen oder es kann auch in bestimmten Fällen regelmäßig in ein- oder zweiwöchigem Abstand fortgeführt werden.

Was darüber hinausgeht halte ich persönlich für unseriös. Der Körper hat nicht die Gelegenheit zur Ruhe zu kommen und sich zu erholen. Analog fällt mir folgendes Beispiel dazu ein:
Sportler wissen z.B analog., daß spezifische Muskelgruppen, etwa die Armbeuger, Beinbeuger, Beinstrecker, Rückenmuskeln immer mind. 48-72 h Ruhephase brauchen, um sich zu erholen und aufzubauen. In der Zwischenzeit werden andere Muskelgruppen trainiert.

Der Behandler entscheidet unter Berücksichtigung der Umstände und mit Rücksprache zum Patienten über die Anzahl der Einzelsitzungen und den zeitlichen Abstand dieser.

Dies ist immer individuell von Fall zu Fall, wenn sich auch Rhythmen von ca. 1 - 2 x pro Woche ambulant bewährt haben in einer Behandlungsserie..
Die zeitlichen und Häufigkeitsangaben sind praktische Richt- und Erfahrungswerte.

Ergänzt wird dann (neben evtl. schulmed. Programm bei Kollegen) gegebenenfallsnebenbei noch mit weiteren Naturheilverfahren, speziellen Phytotherapeutika, Enzymen, Heilpilzen, Symbioselnekung, evtl. Nahrungsergänzungen/Vitaminen und auch klassicher Homöopathie.

Auch die gleichzeitige Gabe von Sauerstoff kann die Wirksamkeit der Hyperthermie in der Sitzung noch mit verstärken.

Randbemerkung:
Eine Langzeitwirkung bzw. Nachwirkung ist bei Neurodermitikern und Asthamtikern entdeckt worden.Dies haben interne Studien einer Klinik in den 90ern ergeben, bei der ich beschäftigt war: Nach einem meist etwa 3-5 wöchigem stationärem Aufenthalt mit regelmäßig durchgeführter passiver Ganzkörperhyperthermie (2-3x wöchentlich), also nach Abschluß einer kompletten Behandlungsserie, kam es nach Angabe der befragten Patienten nach 4- 6 Wochen zu einem weiteren Besserungsschub, ohne daß in dieser Zeit noch fortlaufende Therapien oder eine weitere Änderung/Umstellung der Ernährung stattgefunden haben. Sicher ist das auch multifaktoriell zu sehen, aber auffällig zu anderen Vergleichsgruppen ohne Hyperthermie oder andere regulative Verfahren.

 

Anwendung bei chronischen Krankheiten:

Die milde bis moderate Ganzkörpertiefenhyperthermie bleibt wie bisher ausführlich dargelegt keinesfalls nur auf "Rheuma" und Krebs beschränkt.
Sie wird und kann bei sehr vielen Arten chronischer Krankheiten aller Art angewendet werden, wie z.B. chron. Prostatits, Colitis Ulcerosa, u v.a.
Als ein klassisches und zugleich wieder sehr modernes Verfahren wird sie oft erfolgreiche Anwendung und Verbesserung z. B. bei: 

Wie oben schon genannt bei vielen Krankheiten aus dem großen Formenkreis der Rheumatischen Erkrankungen, darunter Fibromyalgie (Weichteilrheumatismus), Arthrosen, chron. Entzündungen wie des Darms, der Haut (z.B. Neurodermitis,  Schuppen-flechte), Erkrankungen der Atemwege, Asthma bronchiale, chron. Prostatitis, Allergien, Migräne, Neuralgien, Sinusitis, chronisches Erschöpfungssyndrom (CES/CFS) + MCS, PMS (prämenstruelles Syndrom), Wechseljahresbeschwerden  u. vielen anderen chron. Beschwerden, sowie nach nicht ganz wieder vollständig ausgeheilten Infektionen und bestehen bleibender Beschwerden, wie z.B. nach Borrelioseinfektion, Mononukleose, Viruserkrankungen, u.v.m.

Immer sollte aber auch die Begleittherapie/Begleitumstände unbedingt berücksichtigt werden (z.B. bei Arthrose eine funktionelle Fehlbehandlung), so daß ein ausführliches ärztliches Vorgespräch und eine Mindestuntersuchung obligat sind.

Die hier durchgeführte passive (= von außen erzielte) „Fiebertherapie“, ist ebenfalls geeignet für Wellness, Gesundheitsvorsorge, Stärkung des Immunsystems, bei chron. Schmerzen und Verspannungen durch Verbesserung des Gewebestoffwechsels.

Im Gegensatz zur aktiven Fiertherapie (natürlicherweise bei einer Infektion) , die sehr wohl auch therapeutischen Effekt hat, ist die passive Ganzkörperhyperthermie körperlich in der Regel nicht ganz so beanspruchend.

Die Hyperthermie („Fiebertherapie“) gilt als Behandlungsmethode durch die man die heilenden Kräfte des natürlichen Fiebers und einen dem Fieber möglichst ähnlichen Zustand für Therapiezwecke bei vielen chronischen Krankheiten, Schmerzen und sehr vielen chronisch krankhaften Zustände künstlich herbeiführen und nutzen kann.

Bei der passiven Hyperthermie, genauer gesagt der Ganzkörper-Tiefen-Hyperthermie
(hier kurz pGHT) wird im Gegensatz zur aktiven Fiebertherapie die Temperaturerhöhung durch Einwirkung von außen mittels spezieller Infrarotstrahlung in den Körper gebracht.
(Mit einem Überwärmungsbad oder Sauna wird kein fieberähnlicher Zustand erreicht.)

Allgemeine positive Wirkungen des Fiebers auf den Körper sind neben gesteigerten Stoffwechselprozessen die Verbesserung des Immunsystems und ein um ein vielfaches erhöhter Fluss der Lymphe. Dies führt über eine deutlich verbesserte Versorgung des Gewebes zu vermehrter „Entgiftung und Entschlackung“!

Erfahrungsgemäß wird die pGHT ebenso
nach Infektionen mit bestehen bleibenden Beschwerden, wie z.B. nach einer Borrelioseinfektion oder dem „Pfeifferschen Drüsenfieber“ und anderen ähnlichen Viruserkrankungen eingesetzt.

Neben der Krebs- und Gesundheitsvorsorge eignet sich die „Fiebertherapie“ durch Stärkung des Immunsystems und Verbesserung des Gewebestoffwechsels ideal bei chronischen Erkrankungen, besonders bei chron. Schmerzen und Verspannungen, aber auch für das persönliche Wohlfühlen, die eigene Wellness.
Die Eignung, nötige Untersuchungen und Indikationsstellung, sowie das Aufstellen eines Gesamt-Therapieplanes, der ebenso begleitende Behandlungen beinhaltet, werden in einem vorherigen persönlichen Gespräch mit dem Arzt  individuell geklärt, besprochen, durchgeführt und festgesetzt.     

 

Es gibt wenige Kontraindikationen. Durchführen darf man eine Fiebertherapie z.B. nicht bei: Schwangerschaft, akuten Schüben chronischer Krankheiten (akute Schübe bei MS, rheumatoide Arthritis, etc.) oder akuten (schwereren Entzündungen), sowie im allgemeinen schwere Leber- oder Nierenfunktionseinschränkungen/-schädigungen oder schwerere Herz- und sonstige Organschädigungen.

Bevor eine milde bis moderate Hyperthermie vom Arzt, Heilpraktiker oder auch im Auftrag vom Physiotherapeuthen bzw. Pflegepersonal durchgeführt werden kann, erfolgt ein ausführliches Anamnesegespräch mit Eingangsuntersuchung zur Eignung und erstellen eines individuellen Behandlungsplans. Evtl. sind zur Abklärung noch notwendige zusätzliche Untersuchungen wie Blutbild, Ultraschall und anderes notwendig.

Nochmals grober Überblick einiger Indikationen:

- Weichteilrheumatismus/ Fibromyalgie

- degenerative Prozesse, Arthrosen, chronisch rheumatische Schmerzen und
Verspannungen

- chronische Entzündungen
(z.B. Colitis Ulcerosa, Morbus Crohn, Sinusitis,  
Asthma bronchiale, Psoriasis, Neurodermitis)

- chronische Infektionen
(z.B. Borreliose, Pfeiffersches Drüsenfieber (oft Jugendliche und Leistungs-Sportler!))

- Bei Krebserkrankungen (Vor-, Begleit- und Nachsorge)
(additiv bekannt und bewährt als Immunstimulanz und als   
Wirkungsverstärkung von Standardtherapien)

 


Angaben zu zahlreichen Studien und weiterem Material finden Sie auf der Seite:

www.hyperthermie.de



Michael Natter

Arzt für klassische
Homöopathie und
Naturheilverfahren

Privatpraxis:

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Tel.: 0911 / 394 16 16
Fax: 394 16 17

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