Sauerstoffpeeling

Obwohl eine umfassende Heilung bekanntlich von innen kommt, so braucht man dennoch deswegen nicht auf die Vorteile äußerlicher Therapiemöglichkeiten zu verzichten, insbesondere, wenn man dies unterstützend und sinnvoll anwendet.

Mich hat dieses in Deutschland neue Verfahren überzeugt, das ich in einem ganz anderen Nebenbereich meiner selbständigen ärztlichen Tätigkeit kennenlernen durfte, dem eigenständigen Gebiet der Haarwurzel- und Kopfhautbehandlung, der sog. Trichologie, welche im weiteren Sinne auch der Dermatologie zuzuordnen ist.

Diese spezielle Methode, welche man auch der Mesotherapie zuordnen kann, kommt aus dem asiatischen Raum. Mit hohem Druck (etwa 30 l/min) wird eine Mischung aus Sauerstoff, Salzwasser und evtl. weiteren Wirkstoffen (was wie ein feuchter Luftstrahl gefühlt wird) auf die Haut aufgetragen. Diese abgestimmte Nassdampfmischung (Vermischung Gas und wässrige Lösung) erreicht die feinsten Poren. Zusätzlich eingeschleuste Wirkstoffe können die Haut durchdringen. Unreinheiten wie Talg- und Schuppenablagerungen werden gründlich entfernt. Die Nahrungsgrundlage für unerwünschte Bakterien und Mitesser wird dadurch entzogen. Durch diese schonende, gründliche Reinigung mit dem Sauerstoff-Salwassergemisch wird die Haut sehr sauber Auch der Hautschutz und die Zellnexen (die anliegenden Zellwandgrenzen) schließen durch die dann fehlenden Entzündungsreize wieder besser ab, so daß weniger Erreger durch diese Grenze kommen. Die natürliche Hautflora kann sich so wieder besser ausbreiten.

Wichig ist dabei auch, daß man diesen Hautschutz dann nicht mit hautangreifenden Waschlotions, Seifen oder Duschgels wieder aufhebt. (Bildhaft, wie den Mörtel aus den Ziegelsteinfugen entfernen). Dazu zählen auch die oft viel beworbenen ph-neutralen Waschlotions und Duschgels.
Manche Neurodermitiker waschen sich deshalb an schwer betroffenen Hautstellen oftmals etwa nur 1 mal in der Woche und riechen auch nicht, wie man es so erwarten könnte. Wenn man außer Wasser Seifen benutzt, sollte man erfahrungsgemäß am besten Babyseife, die ursprüngliche Kernseife (flüssig oder fest) , evtl. auch Propolisseife, jeweils ohne Duftstoffe verwenden; je nach Befund auch calendulahaltige Tinktur oder Creme. Dies ist aber mit dem jeweilig behandelnden Arzt abzusprechen.

 

Erfahrungen und Anwendungsbeispiele:

Das in Deutschland neue und aktuelle und unkomplizierte Verfahren wenden wir und eine fachübergreifende Kollegin erst seit wenigen Monaten an. Die berichteten Fälle aus Korea, dem medizinkosmetischen Bereich und nun auch schon mehrere, meiner eigenen Fälle sprechen bis dato für eine vielversprechende Methode, welche mit wenig Aufwand auch weiterhin gute bis sehr gute äußere Ergebnisse erwarten läßt und sich diese Anwendungsmöglichkeit in Zukunft auch schließlich dauerhaft etablieren und womöglich bald auch im medizinischen Sektor Anerkennung finden könnte. In diesem Fall müssten dann natürlich noch weiter an größeren Patientenfallzahlen beobachtet, dokumentiert, anhand bestimmter qualitativer, quantitavier und zeitlicher Faktoren und Kriterien ausgewertet und abgewartet werden.

Bei folgenden Erkrankungen wurde die Anwendung bisher durchgeführt bzw. wäre sie medizinisch sinnvoll denkbar:

Neurodermitis, fast alle Formen der Akne, Schuppenflechte, Pickelbildung, Talgdrüsenentzündungen/Haarbalgentzündungen der Haut oder der fettenden und schuppenden Kopfhaut, Rosacea und andere Hautaffektionen, welche mit Verunreinigungen, vermehrter Schuppenbildung, sowie allgemein einer erhöhten Erregeranfälligkeit durch einen verminderten und gestörten Hautschutz ergeben können.
Auch ähnliche Beispiele und Hautprobleme, welche hier nicht exklusiv aufgeführt sind wären natürlich grundsätzlich denkbar und müssten individuell abgeklärt werden, ob eine Behandlung Sinn macht..

Ersattung durch Krankenkassen

Eine Sauerstoffpeelingbehandlung wird meines Wissens nicht allgemein von den Krankenkassen übernommen, da sie im weitesten Sinne auch der kosmetischen Behandlung zugeordnet werden kann, obwohl es therapeutisch m. E. sehr sinnvoll ist und deswegen eine medizinisch sinnvolle Leistung, eine sogenannte IGEL-Leistung darstellt.
Bei privaten Kranklenkassen sollte dewshalb nachgefragt werden bzw. anhand des Behandlungserfolgs entschieden werden. Die infrage kommende GOÄ-Nummer wäre neben der zunächst erforderlichen Beratung und Untresuchung Beratung, z. B. die Analogberechnung der Ziffer 755. (In Euro: Z.B. 2,3 facher Satz entspricht 32,18 Euro)

Behandlungsdauer

Eine Sitzung dauert etwa, je nach Befund und Größe etwa 5 - 10 Minuten.
Eine Behandlung kann derzeit in meiner Nähe durchgeführt werden. Terminvereinbarung und kurze Info am besten durch telefonische oder email-Kontaktaufnahme.



Michael Natter

Arzt für klassische
Homöopathie und
Naturheilverfahren

Privatpraxis:

Königstraße 32
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Tel.: 0911 / 394 16 16


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